19. Oktober 2013

Hans Platz

Ok, ihr werdet euch fragen, wer ist das, und wo hat er den jetzt wieder gefunden? Hans Platz ist ein Gitarrist aus Erlangen. Sein Album „Timestamps“ wurde auf musiker-board.de vorgestellt, wo er selbst auch als aktiver Nutzer unterwegs ist. Habs mir gleich mal angehört und muss sagen: wow. Progressive allererster Güte. Wer Dream Theater mag, wird sich das auch gerne anhören.

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3. Oktober 2013

Ed Kowalczyk – Live in Vienna – Bericht aus Wien

Ums mal vorweg in einem Wort zusammenzufassen: mankannsnichtineinemwortbeschreiben!

Die Stadt ist bekanntermaßen absolut beeindruckend. Ich hab gefühlt jeden Straßenzug fotografiert, an dem ich vorbeigekommen bin. Nicht dass ich gewusst hätte, um was es sich da handelt oder mal gehandelt haben könnte. Es ist nur so, dass jedes Eck echt geschichtsträchtig aussieht, zumindest wenn man sich im Zentrum befindet. Aber auch auf dem Fußweg zur Location ging es mir nicht anders, und das waren dann schon mal ein paar Meter aus der Altstadt raus in den 9. Bezirk.

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Das WUK ist eine Kultur-Location, wo mehrere Veranstaltungsräume in einer alten sanierten Lok-Werkstatt zusammengefasst wurden. Unter anderem gehört dazu auch eine Saal, der nach meiner Schätzung ca. 1.000-1.500 Besuchern Platz bietet. Alles in Allem also nicht zu groß, was dem Gig zusätzlich zum Acoustic-Setup noch einen extra Schuss Intimität verlieh.

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Ich war gespannt, wie viel wirklich los sein würde, aber bereits 1,5 Stunden vor Beginn zeichnete sich ab, dass sich schon einige ungeduldige Besucher vor dem noch verschlossenen Eingang tummelten. Kurz nach 19 Uhr wurden die Pforten dann geöffnet. Mein erster Weg führte zum Merchandising-Stand. Shirts für 20€ waren preislich ganz ok, sonstigen Klimbim hab ich nicht betrachtet. CDs hab ich bereits und nen Schlüsselanhänger brauchte ich nicht wirklich in Ed-Optik.

Vorprogramm ab 20 Uhr war eine gewisse Mel aus Salzburg, wenn ich es richtig verstanden habe. Solo Gesang mit Gitarre und Bluesharp mündeten in melancholische Songs, die ich ganz ok fand, aber als für Warm-Up für meine Begriffe etwas zu depressiv wirkten.

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Ed startete dann kurz vor 21 Uhr. Die Setlist deckt sich so ziemlich mit denen der anderen Gigs, wenn ich es richtig mitbekommen hab. Ausnahme bildete da eine Zugabe, die er auf Aufforderung per Zettel aus der ersten Reihe zum Besten gab. Ich stand den ganzen Abend über in der dritten Reihe und hab mit der neuen Kamera aus allen Rohren gefeuert, bis der Akku fast alle war. 1% war noch übrig, das ich mir für ein eventuelles Meet&Greet nach dem Konzert aufheben wollte.

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Absolutes Highlight des Abends war nach meinem Empfinden „Lightning Crashes“. Das Publikum wirkte nicht nur hier extrem textsicher, was mich dann doch ziemlich überrascht hat. Live war ja nun nicht unbedingt die Mega-Band der 90er und 00er, aber es waren dann doch die alten Hits, den dem größten Jubel auslösten, sobald diese angestimmt wurden. stark war auch das Springsteen-Cover von „I’m on fire“ a passender Weise auf einer Fender Telecaster im Boss-Look performt.

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Zum ersten mal von der Bühne ging Ed nach ziemlich genau einer Stunde, hat dann aber doch zwei Zugabe-Runden über weitere 45 zum Besten gegeben. Aber auch das deckt sich ziemlich genau mit den anderen Gigs der Tour. Sein Setup war übrigens lediglich eine Gitarre, ein Bass. Der Bassist brachte starken Background-Gesang und Ed krächzte ab und an in ein zweites Mikro mit einem leicht verzerrten Telefon-Sound.

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Stimmlich war er eigentlich noch voll da, also Kopfstimme vom Feinsten, auch wenn man hier und da mal ein paar kleine Wackler ausmachen konnte, aber am Ende einer Tour habe ich dafür nichts als Verständnis. Zudem hört das wohl eh niemand und er hat dann auch einfach das Publikum übernehmen lassen, wenn ich den Eindruck hatte, dass er sich grad nicht ganz sicher war, ob er den fiesen Ton gleich erwischen würde 😉

Alles in Allem: Bombig. (Oha .. es geht doch in einem Wort) Ich würds jederzeit wieder tun.

Ach ja – Meet&Greet …

Ich hab mich erdreistet, ihn zu fragen, ob er etwa Angst vor der Wiesen hätte, weil er sich nicht nach München traut. er meinte dann nur, dass er es schade fand, dass es nicht geklappt hat, aber dass er beim nächsten Mal wohl doch nach bayern kommt. Man darf also hoffen. Aber im Grund gibts nur selten so nen guten Anlass in eine der schönsten Städte Europas zu reisen. Von mir aus, darf es also gerne wieder heißen: Good Evening Vienna!

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